Innovatives Gesamtkonzept mit luftdichter Gebäudehülle

Besonders in Hochregallagern werden Brände nach einem Ausbruch schnell unbeherrschbar: Sie entwickeln sich nach oben und die heißen Brandgase können die Waren die in den höheren Regalbereichen lagern derart erhitzen, so dass es schon in kürzester Zeit zu einem Durchzünden bis unter die Hallendecke kommen kann. Ein Brand in einem Hochregallager kann deshalb nur im Entstehungsstadium wirkungsvoll bekämpft werden. In den meisten Fällen werden Hochregallager gesprinklert, was den Einbau von kostenintensiven Löschwasserrückhaltewannen meist unumgänglich macht und zu erheblichen Brandfolgeschäden an den eingelagerten Waren und am Gebäude führen kann.

Die marktwirtschaftlichen Kräfte wirken bei Unternehmen die nicht für ausreichenden Brandschutz gesorgt haben unbarmherzig und es ist schwierig verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Mit Inertisierungssystemen zur aktiven Brandvermeidung steht jedoch eine Brandschutzlösung zur Verfügung, die nicht das Erkennen und Bekämpfen von Bränden gewährleistet sondern viel mehr das Entstehen von Bränden verhindert.

Diese Systeme stehen für eine neue Qualität im Brandschutz. Für fast alle Feststoffe gilt, dass ihre Brennbarkeit in direktem Zusammenhang mit der Sauerstoffkonzentration in der Umgebungsluft steht und mit der Abnahme der Konzentration gegen Null sinkt. Dieses Grundprinzip wird durch die kontrollierte Zufuhr von Stickstoff in die Raumluft der zu schützenden Bereiche gezielt genutzt. Das Entscheidende: Die Begehbarkeit der Bereiche ist nachweislich gewährleistet und das Vds-anerkannte System hat den Praxistest längst bestanden.

Um den erhöhten Brandschutz aber auch die Wirtschaftlichkeit der Inertisierung gewährleisten zu können sind komplett luftdichte Gebäudehüllen erforderlich. Hammersen Elementbau hat sich auf diese erhöhten Anforderungen an ihre Leistungen eingestellt. Mit einem eigenen Materialprüfstand sind wir in der Lage die einzubauenden Materialien sowie die Detailanschlusspunkte zu testen und zu optimieren. Durch die speziell abgedichteten Anschlüsse und Fugen war es uns möglich einen N50-Wert (dieser Wert steht für die Luftwechselrate des gesamten Gebäudevolumens pro Stunde bei 50 Pascal Über- oder Unterdruck) von 0,0137 zu erreichen.